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Seit der Gründung des Troxler-Haus Wuppertal e.V. im Jahre 1961 engagiert sich dessen Werkstattbereich, die Troxler-Haus Sozialtherapeutische Werkstätten gGmbH, bei der Schaffung und Gestaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Hierbei wird Arbeit vor allem als therapeutisches Medium eingesetzt, um jeden Einzelnen zu fördern und seine Fähigkeiten zur Entfaltung zu bringen. Hierfür konnte im Laufe der Jahre ein vielfältiges und differenziertes Arbeitsangebot entwickelt werden:

1961 – 1968
Erster Werkstattbetrieb in angemieteten Fabrikräumen, es entstehen unter anderem die Papierwerkstatt, die Schreinerei und der Montagebereich.

1965
In Wuppertal-Dönberg entsteht durch den Erwerb eines kleinen Bauernhofes eine biologisch-dynamische Gärtnerei, die Gemüse in Demeter-Qualität erzeugt.

1968
In Wuppertal-Unterbarmen kann ein im Besitz des Vereines befindliches Gebäude so erweitert werden, dass dort eine Wäscherei und ein Küchenbetrieb ihre Arbeit aufnehmen können.

1970 – 1980
Der Bedarf an Werkstattplätzen steigt in hohem Maße. Es müssen erneut größere Fabrikräumlichkeiten angemietet werden. Als im Jahre 1978 die staatliche Anerkennung als Werkstatt für Menschen mit Behinderungen erfolgt, wird der Beschluss gefasst, ein eigenes großes Werkstattgebäude zu bauen, in dem – bis auf die Gärtnerei – alle Werkstatt- und Dienstleistungsbereiche zusammen untergebracht werden können.

1982
Einweihung und Inbetriebnahme des Werkstattgebäudes „Zum Alten Zollhaus 2“ in Wuppertal-Hatzfeld. Die ursprünglichen Absichten können mit Einzug in dieses große Haus verwirklicht werden – der Bedarf an Arbeitsplätzen steigt jedoch weiterhin.

Ab 1983
Auf dem Marienhof, einem landwirtschaftlichen Gutshof im Besitz des Vereines, entstehen Außenarbeitsplätze. Der Impuls unserer biologisch-dynamischen Gärtnerei erfährt hier eine Weiterentwicklung und Vertiefung.

1989
In unmittelbarer Nachbarschaft zum großen Hauptgebäude in Wuppertal-Hatzfeld wird ein neues Gebäude mit Töpferei und speziellen Förderbereichen errichtet.

1993
In räumlichem Zusammenhang mit der Gärtnerei wird in Wuppertal-Dönberg der „Werkhof Rose Ausländer“ gebaut und eingeweiht. Dadurch werden die Arbeitsplätze – vor allem im kunsthandwerklichen und Montage-Bereich – wesentlich erweitert.

1995
Nach umfangreichem Um- und Ausbau einer ehemaligen Bandweberei entsteht das Bernhard-Lievegoed-Therapiehaus, in dessen Räumen unterschiedlichste arbeitsbegleitende Therapien stattfinden.

1995 bis heute
Nach der Wachstumsphase, in der mit viel Pioniergeist und Engagement eine Vielzahl von verschiedenen Arbeitsplätzen entstand, können sich die Werkstätten auf ihren sozialpädagogischen Auftrag sowie die qualitativen und strukturellen Aspekte ihrer Arbeit konzentrieren. Hierfür wurde in den letzten zwei Jahrzehnten eine hohe Anzahl qualifizierter Fachkräfte aus den unterschiedlichsten Berufen eingestellt, welche sowohl die zeitgemäße Führung des nunmehr mittelständischen Unternehmens als auch die bestmögliche Förderung und Ausbildung der uns anvertrauten Menschen gewährleisten.